In den vergangenen Jahren fanden, zunächst in Beucha und seit 2007 im Polenzer Dreiseithof bereits 95 Hauskonzerte statt. Hier finden Sie zusammengefasst die Mitwirkenden und Komponisten der aufgeführten Werke der Hauskonzerte seit 2010.
Größere Veranstaltungen mit Hauskonzert, wie der jährliche „Tag des offenen Denkmals“, werden einzeln aufgeführt.

Der Dreiseithof in Polenz

9. September 2018 – 12 bis 19 Uhr

Zum Tag des offenen Denkmals bietet der Polenzer Verein Einigkeit 4 e. V. wie in jedem Jahr Führungen im Dreiseithof (11 bis 13.30 Uhr) und ein Hauskonzert im Kuhstall (14 Uhr).

Hinzu kommt um 16 Uhr die Eröffnung der neuen Dauerausstellung in der Scheune. Sie ist dem Thema „Polenz: Blicke in die Dorfgeschichte“ gewidmet. Mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Muldental konnte die bisherige Ausstellung aufgearbeitet und neu präsentiert werden.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Zeitraum 1900 - 1970, obwohl sie auch Zeiten davor und danach mit berücksichtigt. Sie behandelt einzelne Orte im Dorf: das Schloss, das Rittergut, die Kirche, das Pfarrhaus, die Schäferei, die Försterei, beide Gasthöfe, beide Mühlen sowie einige historische Straßen und alte Ausflugsziele. Fotos einzelner Schulklassen aus den 1920er und 1930er Jahren erinnern an Polenzer und Polenzerinnen, die mancher noch gekannt hat. Auch die Vereine, Feste und Ausflüge vergangener Jahrzehnte werden thematisiert. Kopien alter Landkarten und Dorfpläne sowie Listen der Tätigkeiten früherer Einwohner ergänzen die historische Darstellung. Insgesamt soll die Ausstellung weniger dazu dienen, eine definitive Erzählung der Dorfgeschichte festzuklopfen, als vielmehr offene Fragen aufzuwerfen und Diskussionen über die Vergangenheit anzuregen.

Der Dreiseithof selbst steht zwar im Mittelpunkt des Tages des offenen Denkmals, wird jedoch in der Ausstellung nicht behandelt, weil die Geschichte der Familie Günther nächstes Jahr Thema einer weiteren Dauerausstellung sein wird. Allerdings können Besucher/-innen schon jetzt das Modell des Dreiseithofes (mit historischen Attributen wie etwa dem Backofen und dem Göpel) bewundern, das Thomas Schirmer (Brandis) liebevoll und detailtreu gebaut hat. Für Familien besteht sogar die Möglichkeit, einen Bastelbogen zu erwerben und selber den Dreiseithof nachzubauen.

Nachdem der Verein bereits im Juni eine Diskussion mit Zeitzeugen über das im April 1945 aufgenommene amerikanische Luftbild des Dorfes samt Flugplatz veranstaltet hat, möchte er die ortshistorische Diskussion gegen 16.30 Uhr fortsetzen. Diskussionsthema ist diesmal der ehemalige Schoss mit seinem Rittergut.

Der Eintritt zu den Führungen, dem Hauskonzert und der Ausstellungseröffnung mit anschließender Diskussion ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Wäsche rein, rolle fein.“ – Wasser und Wäsche

10. September 2017 – 12 bis 19 Uhr

Der Tag des offenen Denkmals ist in diesem Jahr in Polenz den Themen Wasser und Wäsche gewidmet.

Wie üblich gibt es Führungen durch den denkmalgeschützten Dreiseithof von 12 bis 14.15 Uhr.

Um 15 Uhr findet dann im Kuhstall ein Hauskonzert statt. Es bildet den Rahmen für die Finissage der Kunstausstellung „Reflexionen“ des vor 90 Jahren in Polenz geborenen Malers Eberhardt Purrucker. Der Künstler, der in Berlin lebt, wird selbst anwesend sein. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen seine Fotografien von Wasseroberflächen, die er als „Malerei mit der Kamera“ bezeichnet. Einige Stücke im Konzert greifen dieses Thema auf, etwa Debussys „Reflets dans l’eau“ für Klavier oder Händels „Wassermusik“ für kleines Orchester, die vor genau 300 Jahren auf der Themse uraufgeführt wurde.

Um 17 Uhr veranstaltet der Polenzer Verein Einigkeit 4 e.V. eine Diskussion über „Wäsche damals“. Sie findet in der Scheune statt, wo sich seit kurzem eine 4 Meter lange Wäscherolle aus dem 19. Jahrhundert befindet, fast ausschließlich aus Holz gebaut. Jeder, der Kindheitserinnerungen vom Wäschetag oder vom Wäscherollen hat, ist eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.

23. April 2016 – 15 Uhr

Alles fing 1996 an, als das damals in Beucha ansässige japanisch-britische Ehepaar Mariko Mitsuyu und Adam Jones einige Bekannte einlud, in seinem Wohnzimmer Musikstücke zu spielen. Zwei Musikstudierende der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, wo Mariko Mitsuyu einen Lehrauftrag hatte, trugen mit ihr ein Klaviertrio von Brahms vor,
der Klangkünstler Erwin Stache führte mit seinem jungen Sohn ein für diesen Anlass komponiertes Werk „Mitsuyu I“ auf und eine Handvoll anderer Personen spielte kurze klassische Werke.

Es folgten weitere Hauskonzerte, mindestens viermal im Jahr. Musikfreunde aus Brandis und Machern sowie aus Leipzig kamen hinzu. Nach fünf Jahren gab es bei einigen Konzerten bis zu 30 Musiker und Zuhörer – fast zu viel für das Wohnzimmer mit dem Blüthner-Konzertflügel in seiner Mitte.

Die Tradition setzte sich nach dem Umzug des Ehepaars im Jahre 2007 in einen Polenzer Dreiseithof fort, wo es Platz für wesentlich mehr Personen gab. Immer waren verschiedene Generationen – von kleinen Kindern bis zu Rentnern – aktiv beteiligt. Neben Amateurmusikern traten meist ein paar Profis oder Studierende der HMT auf.

Das Gewandhausmagazin berichtete schon 2009 über die „heitere Stimmung eines besonderen gemeinschaftlichen Erlebnisses“ in Polenz. Seit fast fünf Jahren bilden die Konzerte und das jährliche „Musikalische Hoffest“ die Haupttätigkeiten des Polenzer Vereins Einigkeit 4 e.V. Manche Zuhörer bringen Kuchen oder Kaffee mit. In der Pause hat man die Gelegenheit, mit Musikern oder mit den eigenen Nachbarn zu plaudern.

Am 23. April 2016 fand nun das 100. Hauskonzert in Polenz statt. Wegen des Jubiläums war das Programm umfangreicher als sonst. Erwin Stache war wieder mit einem eigenen Werk vertreten und die beiden damaligen Musikstudierenden – inzwischen in professionellen Orchestern tätig und miteinander verheiratet – reisten aus Berlin an, um ein Klaviertrio von Rachmaninoff zu spielen. Die Saxophonisten Bernd und Isabell Brückner aus Ammelshain wirkten beide in kammermusikalischen Ensembles mit. Aber auch Amateurmusiker wie Annelies und Gottfried Bauer aus Brandis sowie Gerhard Heyer aus Leipzig, die jeweils schon mehr als 85 Konzerte erlebt haben, waren dabei.

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Fotos: Luise Lorenz | Abgebildete Werke: Ruthok T. Choegyal/Asim S. Thakuri

In der ersten Pause wurde, mit einer Skype-Liveschaltung zu den beiden Künstlern in Nepal,  die neue Fotoausstellung „Vergessene Gesichter: Porträtfotos aus Nepal“ im Kuh- und Viehstall eröffnet.

Im Jahre 2015 spielten

Susanne Aures, Annelies und Gottfried Bauer, Fritz und Rose Marie Beck, Dietmar, Robert und Reinhild Böhnke, Bernd und Isabell Brückner, Constanze Drinda, Patrick Edmond, Kathrin Engelbach, Gerhard Heyer, Adam Jones, Katharina Kühnel, Florian Lange, Jürgen Manthey, Mariko Mitsuyu, Thomas und Waltraud Schmidt, Marlene Schubach, Joram Tarusarira, Valerie Tschiersich, Viktor Vetter, Walpurga Walde, Amalia Weber, Katja Werthmann und Malina Wickenhauser

Werke von (u.a.) S. Bach, L. v. Beethoven, J. Brahms, F. Chopin, W. Corbett, A. Corelli, E. Grieg, G. F. Händel, J. Molter, W. A. Mozart, M. Oginski, G. Sammartini, S. Rachmaninoff, M. Ravel, M. Reger, R. Schumann, L. Spohr, P. Tschaikowsky, W. Williams sowie eigene Improvisationen.

13. September 2015 – ab 12 Uhr

Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals bietet der Miteigentümer Adam Jones ab 12 Uhr Hofführungen an. Je nach Interessen der Besucher können das 220 Jahre alte Wohnhaus, der Kuhstall (mit der Fotoausstellung "Zehn Jahre Musikalisches Hoffest"), die Scheune und andere Teile des Dreiseithofes besichtigt werden.

Um 15 Uhr findet im Kuhstall ein Hauskonzert (ca. 90 Minuten, mit Kaffeepause) statt.

Ab etwa 16.30 Uhr zeigen wir an der Großleinwand in der Scheune Fotos aus unserer stark erweiterten Webseite. Im Mittelpunkt stehen die Aktivitäten des Polenzer Vereins Einigkeit 4 e.V., wie die Hoffeste und Ausstellungen, aber auch Bilder verschiedener Konzerte werden zu sehen sein. Wer dabei war, kann erzählen und wir gemeinsam uns erinnern an die schönsten Momente der vergangenen Jahre.

Die Ausstellungen – darunter jene zur Dorf- und Hofgeschichte sowie die Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte – können, im Rahmen des Polenzer Dorffestes, bereits am Tag zuvor (Sonnabend, den 12. September) nachmittags gesehen werden.

Im Jahre 2014 spielten

Gabriel Anbau, Annelies und Gottfried Bauer, Fritz Beck, Familie Brückner (Bernd, Isabell + Söhne), Olivia Fischer, Anja Fitzner, Gerhard Heyer, Heinrich Hillmann, Adam Jones, Katharina Kühnel,  Florian Lange, Kay Lange, Jürgen Manthey, Mariko Mitsuyu, Hans Ross, Regina Ruttka, Johannes Sauer, Helena Seliwanow, Joram Tarusarira, Christine und Viktor Vetter, Grit Voss und Walpurga Walde

Werke von (u.a.) J. S. Bach, L. v. Beethoven, J. Brahms, F. Chopin, W. Corbett, J. Dowland, A. Dvorák, C. Franck, G. F. Händel, J. Küffner, O. di Lasso, B. Marcello, W. A. Mozart, G. Sammartini, F. Schubert, G. Ph. Telemann, P. Tschaikowsky, C. M. v. Weber
sowie eigene Kompositionen.

14. September 2014 – ab 12 Uhr

Wie in den vorangegangenen Jahren ist auch 2014 zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 14. September der historische Dreiseithof geöffnet.
Der Verein Polenzer Einigkeit 4 e. V. lädt ein zur Besichtigung, es gibt ein Hauskonzert und passend zum diesjährigen Thema „Farbe“ den Vortrag des in Grimma wohnenden Volks- und Heimatkundlers Rudolf Priemer „Farbe in der Volksarchitektur Nordwest-Sachsens“.
Letztmals zu sehen ist an diesem Tag die Ausstellung „Landschaften / Bauwerke“ von Eckhard Klöthe.

12.00 - 14.00 Uhr Führungen im Dreiseithof
15.00 Uhr Hauskonzert im Kuhstall mit Finissage der Ausstellung „Landschaften / Bauwerke“ (Eckhard Klöthe)
16.30 Uhr Vortrag von Rudolf Priemer, „Farbe in der Volksarchitektur Nordwest-Sachsens

4. Mai 2014 – ab 15 Uhr

Hauskonzert, Ausstellung und Podiumsgespräch

Wie in den vorangegangenen zwei Jahren veranstaltete der Polenzer Verein Einigkeit 4 e. V. zum Sommeranfang 2014 einen „Musikalischen Nachmittag“.

Das Programm begann 15 Uhr mit einem Hauskonzert im Kuhstall des Dreiseithofes.

Es war zugleich Vernissage für die Ausstellung von Grafiken und Zeichnungen aus dem ländlichen Westsachsen des Beuchaer Künstlers Eckhard Klöthe unter dem Titel „Landschaften / Bauwerke“.

Im Anschluss - um ca. 17 Uhr - gab es zum zweiten Mal ein Podiumsgespräch über alte landwirtschaftliche Geräte, diesmal mit den Schwerpunkten Heu und Getreide.
Es diskutierten Karl-Heinz Herfurth (Großbuch), Adam Jones (Polenz), Gerd Misselwitz (Altenhain) und Helmut Wilhelm (Poischwitz).

Im Jahre 2013 wurden

Werke von (u.a.) J.S.Bach, Bartók, Brahms, Debussy, Grieg, Haydn, Leclair, Quantz, Ravel, Schubert,  Schumann, Smetana, Stamitz, J. Strauss, Telemann, Wieniawski

von Susanne Aures (Sopran), Dorothea Bachmann (Sopran), Annelies Bauer (Blockflöte), Gottfried Bauer (Viola da gamba), Reinhild Böhnke (Cello), Franziska Bühl (Klavier), Jaeyun Choi (Violine), Annette Erbrich (Klavier), Gerhard Heyer (Violine), Helene Heyer (Violine), Adam Jones (Violine / Cello), Isabell Mathiae (Klarinette), Mariko Mitsuyu (Cembalo), Johanna Noetzel (Violine), Felix Papenhagen (Violine), Anna Rehberg (Klavier), Luise Schaffranek (Klarinette), Leonie Tumeyer (Klavier), Xiaocheng Wang (Klarinette), Hannah Wheatley (Gitarre)

vorgetragen.