In den Hauskonzerten, die ohne Eintrittsgeld stattfinden, spielen sowohl Amateure (darunter mehrere Kinder) als auch Musikstudierende und professionale Musiker mit. Die meisten vorgetragenen Stücke dauern nicht mehr als etwa zehn Minuten. Seit dem ersten Konzert im Jahre 1996 (damals noch in Beucha) hat es schon 95 Konzerte gegeben.

Der Dreiseithof in Polenz

9. September 2018 – 12 bis 19 Uhr

Zum Tag des offenen Denkmals bietet der Polenzer Verein Einigkeit 4 e. V. wie in jedem Jahr Führungen im Dreiseithof (11 bis 13.30 Uhr) und ein Hauskonzert im Kuhstall (14 Uhr).

Hinzu kommt um 16 Uhr die Eröffnung der neuen Dauerausstellung in der Scheune. Sie ist dem Thema „Polenz: Blicke in die Dorfgeschichte“ gewidmet. Mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Muldental konnte die bisherige Ausstellung aufgearbeitet und neu präsentiert werden.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Zeitraum 1900 - 1970, obwohl sie auch Zeiten davor und danach mit berücksichtigt. Sie behandelt einzelne Orte im Dorf: das Schloss, das Rittergut, die Kirche, das Pfarrhaus, die Schäferei, die Försterei, beide Gasthöfe, beide Mühlen sowie einige historische Straßen und alte Ausflugsziele. Fotos einzelner Schulklassen aus den 1920er und 1930er Jahren erinnern an Polenzer und Polenzerinnen, die mancher noch gekannt hat. Auch die Vereine, Feste und Ausflüge vergangener Jahrzehnte werden thematisiert. Kopien alter Landkarten und Dorfpläne sowie Listen der Tätigkeiten früherer Einwohner ergänzen die historische Darstellung. Insgesamt soll die Ausstellung weniger dazu dienen, eine definitive Erzählung der Dorfgeschichte festzuklopfen, als vielmehr offene Fragen aufzuwerfen und Diskussionen über die Vergangenheit anzuregen.

Der Dreiseithof selbst steht zwar im Mittelpunkt des Tages des offenen Denkmals, wird jedoch in der Ausstellung nicht behandelt, weil die Geschichte der Familie Günther nächstes Jahr Thema einer weiteren Dauerausstellung sein wird. Allerdings können Besucher/-innen schon jetzt das Modell des Dreiseithofes (mit historischen Attributen wie etwa dem Backofen und dem Göpel) bewundern, das Thomas Schirmer (Brandis) liebevoll und detailtreu gebaut hat. Für Familien besteht sogar die Möglichkeit, einen Bastelbogen zu erwerben und selber den Dreiseithof nachzubauen.

Nachdem der Verein bereits im Juni eine Diskussion mit Zeitzeugen über das im April 1945 aufgenommene amerikanische Luftbild des Dorfes samt Flugplatz veranstaltet hat, möchte er die ortshistorische Diskussion gegen 16.30 Uhr fortsetzen. Diskussionsthema ist diesmal der ehemalige Schoss mit seinem Rittergut.

Der Eintritt zu den Führungen, dem Hauskonzert und der Ausstellungseröffnung mit anschließender Diskussion ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.